M. aryepiglotticus (Ary), deutsch: (Abspaltung des) schrägen Stellkörpermuskels
Kehlkopfmuskel. Er verläuft schräg von der Spitze des Aryknorpels zum Seitenrand und zur Vorderfläche des Kehldeckels. Der Muskel setzt den Verlauf des M. arytenoideus obliquus fort, so dass annähernd ein Faserring entsteht. Er bildet die Grundlage der Plica aryepiglottica.
M. arytenoideus obliquus, deutsch: M. arytenoideus obliquus
Kehlkopfmuskel. Er liegt oberflächlich des vorigen, verbindet die Aryknorpel mit schrägen Fasern, die sich in der Mittellinie kreuzen.
M. arytenoideus transversus, deutsch: M. arytenoideus transversus
der einzige unpaarige Muskel des Kehlkopfs. Er verbindet dorsal die beiden Aryknorpel miteinander, verläuft waagerecht und ist an der Seitenkante der Aryknorpel befestigt.
Syn.: Transversus
M. auricularis posterior (PAu), deutsch: hinterer Ohrmuschelmuskel
mimischer Muskel. Vom Proc. mastoideus zum Hinterrand der Ohrmuschelwurzel. Er zieht die Ohrmuschel nach hinten.
M. auricularis superior
mimischer Muskel. Von der Galea aponeurotica zum Oberrand der Ohrmuschelwurzel. Er zieht die Ohrmuschel nach oben.
M. auriculris anterior
mimischer Muskel. Von der Fascia temporalis zum Vorderrand der Ohrmuschelwurzel. Er zieht die Ohrmuschel nach vorn.
M. buccinator (Buc), deutsch: Wangen- (Backen-, Trompeter-) Muskel
mimischer Muskel. Er entspringt an der Raphe pterygomandibularis, Maxilla u. Mandibula. Er dient beim Pusten, Blasen, Saugen, Pfeifen und zieht den Mundwinkel zur Seite.
M. ciliaris (Cil), deutsch: Linsenmuskel
Syn.: Strahlenkörpermuskel
M. constrictor pharyngis, deutsch: Schlundschnürer
Die drei Schlundschnürer (oberer, mittlerer, unterer) bilden einen nicht ganz geschlossenen Muskelring um den Schlund. Sie überlappen sich mit ihren Rändern dachziegelartig. Alle Fasern verlaufen im Bogen nach hinten und setzen in der medianen bindegewebigen Raphe pharyngis an. Die Raphe ist oben am Tuberculum pharyngeum des Hinterhauptbeins befestigt, nach unten geht sie in die Submukosa der Speiseröhre über.
M. constrictor pharyngis inferior (ICM), deutsch: unterer Schlundschnürer
bildet den Hypopharynx, entspringt vorn an der Außenfläche des Schild- und Ringknorpels und setzt hinten an der Raphe pharyngis an. Am Übergang zum Ösophagus ist keine Raphe mehr vorhanden. Die Muskelfasern durchflechten sich daher mit denen der anderen Seite, bevor sie dann in die Muskelmasse der Speiseröhre übergehen. Dieser raphelose, muskelschwache Teil des Hypopharynx wird als seine Pars fundiformis bezeichnet (lat. fundiformis = schleuderförmig). Er ist die Grundlage sackartiger Ausstülpungen, die man dann als Ösophagusdivertikel bezeichnet.
M. constrictor pharyngis medius (MCM), deutsch: mittlerer Schlundschnürer
bildet ungefähr den Mesopharynx, entspringt vorn am großen und kleinen Horn des Zungenbeins und setzt hinten an der medianen Raphe pharyngis an.
M. constrictor pharyngis superior (SCM), deutsch: oberer Schlundschnürer
bildet ungefähr den Epipharynx und reicht nach oben bis zur Schädelbasis. Er entspringt von der Lamina medialis des Keilbeins, von der Linea mylohyoidea des Unterkiefers, von der Binnenmuskulatur der Zunge und von der Raphe pterygomandibularis (ein Bindegewebsstreifen, der sich zwischen Hamulus pterygoideus und Unterkiefer ausspannt). Wegen der verschiedenen Ursprünge wird der Muskel häufig in 4 Einheiten mit 4 unterschiedlichen Bezeichnungen unterteilt (Pars pterygopharyngea, Pars mylopharyngea, Pars glossopharyngea und Pars buccopharyngea).
M. constrictor pharyngis superior, pars pterygopharyngeus (SCM), deutsch: Anteil des oberen Schlundschnürers
siehe M. constrictor pharyngis superior
M. corrugator supercilii (CSC), deutsch: Runzler der Augenbraue
Ein mimischer Muskel im Bereich der Lidspalte und der Nasenwurzel. Er zieht die Augenbraue nach medial in Richtung Nasenwurzel.
M. cricoarytenoideus lateralis
Kehlkopfmuskel. Er entspringt vorn lateral vom inneren Rand des Ringknorpelbogens und zieht nach dorsoventral zum Proc. muscularis des Aryknorpels. Seine Fasern sind somit senkrecht zum Posticus gerichtet.
Syn.: Lateralis
M. cricoarytenoideus posterior
Kehlkopfmuskel. Er entspringt breitflächig von der Rückfläche der Ringknorpelplatte, verläuft fächerförmig nach oben lateral und setzt am Proc. muscularis des Aryknorpels an.
Syn.: Posticus
M. cricothyroideus
Kehlkopfmuskel. Er entspringt vorn vom Bogen des Ringknorpels und setzt am Unterrand der Schildknorpelplatte an. Der Muskel ist deutlich in eine schräg verlaufende Pars obliqua und eine gerade verlaufenden Pars recta unterteilt.
Syn.: Anticus
M. depressor anguli oris (DpA), deutsch: Mundwinkelsenker
mimischer Muskel. Er verläuft vom Unterrand des Corpus mandibulae zum Mundwinkel. Er zieht Mundwinkel nach unten.
Syn.: Herabzieher des Mundwinkels
M. depressor labii inferioris (DpL), deutsch: Unterlippensenker, Herabzieher der Unterlippe
mimischer Muskel. Er entspringt an der Basis mandibulae unterhalb des For. mentale. Sein Ansatz liegt im M. orbicularis oris der Unterlippe. Er zieht die Unterlippe abwärts.
Syn.: Trinkmuskel
M. depressor septi
mimischer Muskel von der Alveolarwand des oberen medialen Schneidezahns zum Knorpel des Nasenseptums. Wirkung: Herabziehen der Nasenscheidewand.
M. depressor supercilii (DpS), deutsch: Augenbrauensenker
Ein mimischer Muskel im Bereich der Lidspalte und der Nasenwurzel. Er zieht den Brauenkopf herab, erzeugt Querfalten über der Nasenwurzel.
M. digastricus (Dig), deutsch: zweibäuchiger Kiefermuskel
(lat. venter, gr. gaster = Bauch)
zweibäuchiger Muskel der Gruppe der oberen Zungenbeinmuskeln. Sein vorderer Bauch (venter anterior des M. digastricus) stützt die Mundbodenplatte von unten. Er entspringt an der Innenfläche des Kinns in der Fossa digastrica und verläuft dorsalwärts zum Zungenbein, an dem seine dünne Zwischensehne durch einen Sehnenstreifen fixiert wird. Über diese Zwischensehne geht er in seinen hinteren Bauch über.
Innervation: N. mylohyoideus aus N. mandibularis (V3).
Blutzufuhr: A. submentalis aus der A. facialis.
Der hintere Bauch des Muskels (venter posterior des M. digastricus) entspringt medial vom Warzenfortsatz, an der Incisura mastoidea des Schläfenbeins, und verläuft nach unten medial zum Zungenbein, wo er in die oben erwähnte gemeinsame Zwischensehne übergeht .
Innervation: R. digastricus aus N. facialis (VII).
Blutzufuhr: A. occipitalis und A. auricularis posterior aus der A. carotis externa.
M. digastricus, tendo (Dig), deutsch: Sehne des zweibäuchigen Kiefermuskel
siehe M. digastricus
M. epicranius, aponeurosis (gap), deutsch: Sehnenplatte des Schädelhaubenmuskels
siehe Galea
M. genioglossus (GeG), deutsch: Kinn-Zungen-Muskel
(gr. genios = Kinn).
Ein Außenmuskel der Zunge. Der fächerförmige Muskel entspringt oberhalb des M. geniohyoideus an der Spina mentalis der Kinninnenseite. Er verläuft mit seinen vorderen Fasern im Bogen aufwärts zur Zungenspitze und mit seinen hinteren Fasern zum Zungenkörper.
M. genohyoideus (GeH), deutsch: Kinn-Zungenbein-Muskel
(gr. genios = Kinn).
Der spindelförmige Muskel stützt die Mundbodenplatte von oben. Er entspringt an der Innenseite des Kinns in der Spina mentalis, verläuft über dem M. mylohyoideus hinweg zum Zungenbein, wo er am Körper des Hyoids ansetzt. Am Ursprung liegen die Muskeln beider Seiten dicht beieinander, zum Ansatz hin weichen sie etwas auseinander. Der Muskel stammt aus dem oberen Teil des Rectussystems des Halses und wird daher von den Halsnerven versorgt.
Innervation: Rr. ventrales der oberen zwei bis drei Zervikalnerven. Sie gelangen über Ansa cervicalis in Begleitung des N. hypoglossus zum Muskel.
Blutzufuhr: A. sublingualis aus der A. lingualis.
M. hyoglossus (HyG), deutsch: Zungenbein-Zungen-Muskel
(gr. hyo = zum Zungenbein gehörend).
Der fast quadratische Muskel entspringt vom Körper und großen Horn des Zungenbeins und zieht nach oben in den Zungenkörper und inseriert an der Zungenspitze. Manchmal sind zusätzliche Fasern ausgebildet, die vom kleinen Zungenbeinhorn in die Zunge ausstrahlen und als M. chondroglossus bezeichnet werden.
M. levator anguli oris (LAn), deutsch: Mundwinkelheber
mimischer Muskel. Er entspringt an der Fossa canina der Maxilla unterhalb d. For. infraorbitale. Er zieht den Mundwinkel nach oben.
M. levator labii superioris (LLb), deutsch: Oberlippenheber
mimischer Muskel. Er entspringt am am unteren Orbitarand über dem Foramen infraorbitale. Er hebt Oberlippe und Nasenlippenfurche.
M. levator labii superioris alaeque nasi (LLb), deutsch: Oberlippen- und Nasenflügelheber
mimischer Muskel. Er entspringt am Knochen des Nasenrückens und am medialen Augenwinkel und verläuft zum Nasenflügel und zur Nasolabialfurche. Wirkung: Erweitern des Nasenloches, Heben des Mundwinkels.
M. levator palpebrae superioris (LPa), deutsch: Oberlidheber
Er entspringt an der hinteren Spitze der Augenhöhle (Annulus tendineus) und verläuft dicht unter dem Augenhöhlendach, über dem M. rectus superior , nach vorn zum Oberlid.
M. levator scapulae (LSc), deutsch: Schulterblattheber
strangförmiger Muskel, der steil von den hinteren Höckern der Querfortsätze (1-4) der Halswirbelsäule nach unten zum Angulus superior scapulae verläuft.
M. levator veli palatini (LeV), deutsch: Gaumensegelheber
Muskel des Gaumensegels. Der Heber des weichen Gaumens, entspringt von der Unterfläche der Felsenbeinpyramide und von der dorsomedialen, knorpeligen Wand der Tube, zieht dann schräg nach unten medial, wo er in das Gaumensegel einstrahlt und sich über die Mittellinie hinweg mit Fasern der anderen Seite durchflechtet. Der M. levator veli palatini erhält Fasern aus dem N. glossopharyngeus und N. facialis.
M. longissimus , deutsch: längster Muskel
Rückenmuskel der Gruppe der Rückenstrecker (M. erector spinae).
M. longissimus capitis (Lgs), deutsch: längster Muskel (im Kopfbereich)
siehe M. longissimus
M. longissimus cervicis (Lgs), deutsch: längster Muskel (im Halsbereich)
siehe M. longissimus
M. longissimus cervicis, tendo (Lgs), deutsch: Sehne des längsten Muskels
siehe M. longissimus
M. longus capitis (LgC), deutsch: langer Kopfmuskel
Praevertebralmuskel.
M. longus colli (LgC), deutsch: langer Halsmuskel
Praevertebralmuskel
M. masseter (Mas), deutsch: großer (äußerer) Kaumuskel
(gr. masseter = Kaumuskel).
Der M. masseter besteht aus zwei Teilen, einer oberflächlichen, schräg verlaufenden Pars superficialis und einer tiefer gelegenen, gerade verlaufenden Pars profunda. Beide Teile entspringen sehnig an der Unterfläche des Jochbogens und setzen an der Außenfläche des Kieferwinkels, an der Tuberositas masseterica, an.
Innervation: N. massetericus aus dem N. mandibularis (V3), er tritt am hinteren Rand der Incisura mandibulae zuerst an die Rückfläche der tiefer gelegenen Pars profunda und dringt dann zwischen die beiden Muskelanteile.
Blutzufuhr: A. masseterica aus der A. maxillaris.
M. mentalis (Men), deutsch: Kinnmuskel
mimischer Muskel. Er entspringt an der Alveolenwand der unteren Schneidezähne und strahlt in die Haut der Kinnregion ein. Wirkung: Heben und Runzeln der Kinnhaut
M. multifidus (Mul), deutsch: vielgespaltener Rückenmuskel
Muskel der transversospinalen Gruppe.
M. mylohyoideus (MyH), deutsch: Unterkiefer-Zungenbein-Muskel
(gr. mylon = Unterkiefer).
Der flache Muskel bildet mit dem der anderen Seite die eigentliche Mundbodenplatte und dichtet so die Mundhöhle nach kaudal ab. Er entspringt an der Innenseite des Corpus mandibulae an der Linea mylohyoidea, die sich bis zur Alveole des 3. Molaren erstreckt. Die Fasern verlaufen dorsomedial, wo sie sich mit Fasern der anderen Seite in der Mittellinie treffen und hier an einer bindegewebigen Raphe, die sich zwischen Kinn und Zungenbein erstreckt, ansetzen. Die hintersten Fasern setzen direkt am Zungenbeinkörper an. Innervation: N. mylohyoideus aus N. mandibularis (V3).
Blutzufuhr: Auf der Unterfläche des Muskels durch die A. submentalis aus der A. facialis, auf der Oberfläche des Muskels aus der A. sublingualis aus der A. lingualis.
M. nasalis (Nas), deutsch: Nasenmuskel
(Pars alaris u. transversa). Er verläuft von der Alveolenwand des oberen Eck- und lateralen Schneidezahns zum Nasenflügel und zum Knorpel des Nasenrückens. Wirkung: Verengen und Erweitern des Nasenloches, Nasenrümpfen.
M. obliquus capitis inferior (IOb), deutsch: unterer schräger Kopfmuskel
Tiefe Schicht der Nackenmuskeln, die die beiden Kopfgelenke miteinander verbinden und in erster Linie als Haltemuskeln für den Kopf, in in zweiter Linie für dessen Bewegung dienen. Rechte und linke Seite sind durch das Nackenband (Lig. nuchae) voneinander getrennt.
Ursprung: Dornfortsatz des Axis.
Ansatz: Querfortsatz des Atlas.
Innervation: Äste des N. suboccipitalis.
M. obliquus capitis superior (SOb), deutsch: oberer schräger Kopfmuskel
Tiefe Schicht der Nackenmuskeln, die die beiden Kopfgelenke miteinander verbinden.
Ursprung: Querfortsatz des Atlas.
Ansatz: Linea nuchalis inferior.
Innervation: Äste des N. suboccipitalis.
M. obliquus inferior (tendo) (IOb), deutsch: Sehne des unteren schrägen Kopfmuskels
siehe M. obliquus inferior
M. obliquus superior (SOb), deutsch: oberer schräger Augenmuskel
entspringt wie die Mm. recti an der Spitze der Augenhöhle und verläuft in deren oberen medialen Winkel gerade nach vorwärts zur Trochlea. Dort wird seine Zwischensehne so umgelenkt, dass der Muskel im hinteren äußeren Quadranten des Augapfels ansetzt.
M. occipito-frontalis, venter anterior (OcF), deutsch: Stirnteil des Schädelhaubenmuskels
siehe M. epicranius
M. occipito-frontalis, venter posterior (OcF), deutsch: Hinterhauptsteil des Schädelhaubenmuskels
siehe M. epicranius
M. omohyoideus (OmH), deutsch: Schulter-Zungenbein-Muskel
(gr. omo = Schulter).
Der zweibäuchige Muskel hat seinen Ursprung medial der Incisura scapulae an der Margo superior des Schulterblatts, verläuft zunächst schräg zum Hals, um dann im stumpfen Winkel fast senkrecht aufzusteigen. Er setzt am lateralen Teil des Zungenbeinkörpers an. Seine Zwischensehne ist durch Bindegewebszüge mit der mittleren Halsfaszie sowie der Rückseite der Clavicula verbunden und teilt den Muskel in einen Venter superior und Venter inferior auf.
Innervation: Wie alle Alle infrahyalen Muskeln durch die Ansa cervicalis des Halsgeflechts.
M. orbicularis oculi (OO), deutsch: Ringmuskel des Auges
mimischer Muskel um das äußere Auge mit drei Komponenten: Pars orbitalis, palpebralis, lacrimalis.
M. orbicularis oris (OOr), deutsch: Ringmuskel des Mundes
mimischer Muskel, umschließt kreisförmig die Lippen
M. palatoglossus, deutsch: Gaumen-Zungen-Muskel
Außenmuskel der Zunge. Er entspringt an der Grenze zwischen hartem und weichem Gaumen an der Gaumenaponeurose und steigt im Bogen in die Zungenwurzel ab, wo er sich mit hinteren Fasern des M. transversus linguae verbindet. So umgreifen Muskeln beider Seiten die Zungenwurzel wie ein geschlossener Ring. Der M. palatoglossus bildet damit die muskulöse Grundlage des vorderen Gaumenbogens (Arcus palatoglossus). Als einziger Zungenmuskel wird er vom N. glossopharyngeus innerviert, deswegen wird er oft als ein Gaumenmuskel definiert. Funktionell gehört der M. palatoglossus jedoch eher der Zungenmuskulatur an, da er vorwiegend eine Wirkung auf die Zungenwurzel ausübt.
M. palatopharyngeus (Pal), deutsch: Gaumen-Rachen-Muskel
Schlundheber. Er ist der kräftigste der Längsmuskeln des Pharynx. Er bildet die Grundlage des hinteren Gaumenbogens (Arcus palatopharyngeus). Er entspringt am Übergang vom harten zum weichen Gaumen von der Gaumenaponeurose sowie vom Hamulus pterygoideus des Keilbeins, zieht auf der Innenseite des Pharynx abwärts und setzt zum Teil gemeinsam mit Fasern des M. stylopharyngeus am Schildknorpel und Kehldeckel an. Der Rest zieht im Bogen nach hinten und endet an der Raphe pharyngis.
M. procerus
Ein mimischer Muskel im Bereich der Lidspalte und der Nasenwurzel. Er zieht vom Os nasale zur Haut über der Glabella. Wirkung: er zieht die Glabella herab, erzeugt Querfalten an Nasenwurzel und Nasenrücken.
M. pterygoideus lateralis (LPt), deutsch: äußerer Flügelmuskel
Der kleinste der Kaumuskeln ist zweiköpfig und verläuft fast waagrecht von vorn nach hinten. Er entspringt an der Außenfläche der Lamina lateralis des Prc. pterygoideus des Keilbeins bis hinauf zur angrenzenden Crista infratemporalis des großen Keilbeinflügels. Der Muskel zieht in der Tiefe der Fossa infratemporalis horizontal nach hinten und inseriert mit seinem oberen Kopf über die Kiefergelenkkapsel am Discus articularis und am Unterkieferhals, mit seinem unteren Kopf an der Fovea pterygoidea des Unterkieferhalses.
Die beiden Köpfe des Muskels sind durch einen dünnen Spalt voneinander getrennt und lassen hier N. und A. buccalis zur Wange und den vorderen Ast des N. temporalis profundus zum Schläfenmuskel hindurchtreten. Die Lagebeziehung zur A. maxillaris mit ihren Ästen ist variabel.
Innervation: N. pterygoideus lateralis aus N. mandibularis (V3).
Blutzufuhr: Rr. pterygoidei, direkte Äste der A. maxillaris.
M. pterygoideus lateralis, venter inferior (LPt), deutsch: äußerer Flügelmuskel
siehe M. pterygoideus lateralis
M. pterygoideus lateralis, venter superior (LPt), deutsch: äußerer Flügelmuskel
siehe M. pterygoideus lateralis
M. pterygoideus medialis (MPt), deutsch: innerer Flügelmuskel
(gr. pterygoides = flügelförmig).
Der in sich mehrfach gefiederte Muskel entspringt an der äußeren Schädelbasis in der Fossa pterygoidea des Keilbeins und verläuft an der Innenseite des Kieferastes schräg abwärts zum Kieferwinkel, wo er an der Tuberositas pterygoidea ansetzt. Durch einen dünnen Sehnenstreifen ist er über dem Kieferwinkel mit dem M. masseter verbunden. Beide Muskeln umfassen den Kieferast und bilden so eine V-förmige Muskelschlinge.
Innervation: N. pterygoideus medialis aus dem N. mandibularis (V3).
Blutzufuhr: Rr. pterygoidei aus der A. maxillaris.
M. rectus capitis anterior (ARe), deutsch: vorderer gerader Kopfmuskel
Muskel der praevertebralen Gruppe vom Atlas zum Os occipitale.
M. rectus capitis lateralis (LRe), deutsch: seitlicher gerader Kopfmuskel
Muskel der praevertebralen Gruppe vom Atlas zum Os occipitale.
M. rectus capitis posterior major (ReP), deutsch: größerer hinterer gerader Kopfmuskel
Tiefe Schicht der Nackenmuskeln, die die beiden Kopfgelenke miteinander verbinden und in erster Linie als Haltemuskeln für den Kopf, in in zweiter Linie für dessen Bewegung dienen. Rechte und linke Seite sind durch das Nackenband (Lig. nuchae) voneinander getrennt.
Ursprung: Dornfortsatz des Axis.
Ansatz: Linea nuchalis inferior.
Innervation: Äste des N. suboccipitalis.
M. rectus capitis posterior minor (ReP), deutsch: kleinerer hinterer gerader Kopfmuskel
Tiefe Schicht der Nackenmuskeln, die die beiden Kopfgelenke miteinander verbinden und in erster Linie als Haltemuskeln für den Kopf, in in zweiter Linie für dessen Bewegung dienen. Rechte und linke Seite sind durch das Nackenband (Lig. nuchae) voneinander getrennt.
Ursprung: Dornfortsatz des Axis.
Ansatz: Linea nuchalis inferior.
Innervation: Äste des N. suboccipitalis.
M. rectus inferior (IRe), deutsch: unterer gerader Augenmuskel
einer der vier geraden Augenmuskeln. Sie bilden (gemeinsam mit dem M. obliquus superior und dem oberen Lidheber) einen Kegel, der von der ringförmigen Sehnenplatte (Annulus tendineus) von der Spitze der Orbitalpyramide bis vor den Äquator des Augapfels reicht.
M. rectus lateralis (LRe), deutsch: äußerer gerader Augenmuskel
einer der vier geraden Augenmuskeln. Sie bilden (gemeinsam mit dem M. obliquus superior und dem oberen Lidheber) einen Kegel, der von der ringförmigen Sehnenplatte (Annulus tendineus) von der Spitze der Orbitalpyramide bis vor den Äquator des Augapfels reicht.
M. rectus medialis (MRe), deutsch: innerer gerader Augenmuskel
einer der vier geraden Augenmuskeln. Sie bilden (gemeinsam mit dem M. obliquus superior und dem oberen Lidheber) einen Kegel, der von der ringförmigen Sehnenplatte (Annulus tendineus) von der Spitze der Orbitalpyramide bis vor den Äquator des Augapfels reicht.
M. rectus superior (SRe), deutsch: oberer gerader Augenmuskel
einer der vier geraden Augenmuskeln. Sie bilden (gemeinsam mit dem M. obliquus superior und dem oberen Lidheber) einen Kegel, der von der ringförmigen Sehnenplatte (Annulus tendineus) von der Spitze der Orbitalpyramide bis vor den Äquator des Augapfels reicht.
M. risorius (Ris), deutsch: Lachmuskel
mimischer Muskel. Er entspringt an der Wangenhaut und an der Fascia masseterica. Er zieht den Mundwinkel zur Seite und erzeugt das Lachgrübchen
M. salpingopharyngeus (Sal), deutsch: Ohrtrompeten-Rachen-Muskel
Schlundheber.
Der schwächste Längsmuskel des Pharynx. Er bildet die Plica salpingopharyngea und ist meist auf die Pars nasalis des Schlunds beschränkt. Er entspringt vom Knorpel der Tuba auditiva und zieht zur seitlichen Rachenwand. In den meisten Fällen ist der Tubenknorpel in den Muskelverlauf nach unten verlängert.
M. scalenus anterior (Sca), deutsch: vorderer Treppenmuskel
Der Muskel entspringt von den Querfortsätzen der mittleren Halswirbel (3 – 6) und inseriert an der Oberseite der 1. Rippe.
M. scalenus medius (MSc), deutsch: mittlerer Rippenhalter
Der M. scalenus medius entspringt von den Querfortsätzen aller Halswirbel und setzt etwa 1,5 cm hinter dem vorigen an der 1. Rippe an.
M. scalenus posterior, deutsch: hinterer Treppenmuskel
Der Muskel entspringt von den Querfortsätzen der unteren Halswirbel (5 – 7) und setzt an der Oberseite der 2. Rippe an.
M. semispinalis, deutsch: M. semispinalis
(semispinalis, da der Muskel seitlich der Dornfortsätze (Processus spinosi) der Wirbel verläuft).
Der Muskel gehört zum transversospinalen System. Er verläuft vom Querfortsatz schräg hinauf zum Dornfortsatz und überspringt dabei 5 – 7 Wirbel. Je nach Lage werden an ihm Brustteil, Halsteil und Kopfteil unterschieden, M. semispinalis thoracis, cervicis und capitis.
Ursprung: Querfortsätze des 5. Hals- bis zum 12. Brustwirbel.
Ansatz: Dornfortsätze der oberen Brust und unteren Halswirbel, weiter aufsteigend zum Hinterhaupt unter der Linea nuchalis superior.
Innervation: Rr. dorsale der Zervikal- und Thorakalnerven.
M. semispinalis capitis (SSp), deutsch: Halbdornmuskel des Kopfes
siehe M. semispinalis. Seine Fasern unterkreuzen den M. splenius. Bei beidseitiger Kontraktion bewirkt er eine Streckung des Kopfes und des Halses, die einseitige Kontraktion führt zur Drehung zur Gegenseite.
M. semispinalis cervicis (SSp), deutsch: Halbdornmuskel des Halses
siehe M. semispinalis
M. spinalis (SpM), deutsch: Dornmuskel
Muskel zwischen den Dornfortsätzen.
M. splenius, deutsch: Riemenmuskel
Er umschließt die tiefen Nackenmuskeln wie ein schräges Band (Riemen). Als Bestandteil des spinotransversalen Systems zieht er vom Dornfortsatz schräg hinauf zum Querfortsatz, wobei er mehrere Wirbel überspringt. Je nach Ansatzhöhe unterscheidet man zwischen einem Halsteil und einem Kopfteil, M. splenius cervicis und capitis.
Ursprung: Dornfortsätze des 3. Hals- bis zum 6. Brustwirbel. Ansatz: Querfortsätze der 3 oberen Halswirbel bis hinauf zur Linea nuchalis superior und Proc. mastoideus.
Funktion: Bei beidseitiger Kontraktion Streckung (Rückwärtsbeugung) des Kopfes und des Halses, bei einseitiger Kontraktion Drehung zur gleichen Seite, sowie Lateroflexion.
Innervation: Rr. dorsales der Zervikalnerven.
M. splenius capitis (Spl), deutsch: Riemenmuskel d. Kopfes
siehe M. splenius
M. splenius capitis et cervicis (Spl), deutsch: Riemenmuskel d. Kopfes und Halses
siehe M. splenius
M. splenius cervicis (Spl), deutsch: Riemenmuskel d. Halses
siehe M. splenius
M. sternocleidomastoideus (StM), deutsch: Kopfwender, Brustschlüsselbeinmuskel
Kopfnickermuskels
(gr. cleido = Schlüsselbein).
Der kräftigste aller Halsmuskeln verbindet Kopf und Brust miteinander, indem er den ganzen Hals überbrückt. Er entspringt zweiköpfig vom Oberrand des Manubrium sterni und vom sternalen Ende der Clavicula, steigt schräg zum Schädel auf und setzt mit breiter Sehne am Processus mastoideus und dem angrenzenden Teil der Linea nuchalis superior an. Dabei kreuzt er schräg die Halswirbelsäule fast genau in der Mitte.
Innervation: wie der Trapezmuskel (überwiegend) durch den XI. Gehirnnerv, N. accessorius.
M. sternocleidomastoideus, tendo (StT), deutsch: Sehne des Kopfwenders
siehe M. sternocleidomastoideus
M. sternohyoideus (StH), deutsch: Brustzungenbeinmuskel
entspringt von der Rückfläche des Manubrium sterni und dem benachbarten Sternoklavikulargelenk, zieht kranialwärts über den Schildknorpel hinweg und setzt am Zungenbeinkörper an.
Innervation: Wie alle infrahyalen Muskeln durch die Ansa cervicalis des Halsgeflechts.
M. sternothyroideus, deutsch: Brustbeinschildknorpelmuskel
liegt hinter dem M. sternohyoideus, entspringt von der Innenseite der 1. Rippe und vom Manubrium sterni des Brustbeins, steigt über die Schilddrüse hinweg nach kranial und setzt an der Linea obliqua des Schildknorpels an. Innervation: Wie alle infrahyalen Muskeln durch die Ansa cervicalis des Halsgeflechts.
M. styloglossus (Sty), deutsch: Griffelzungenmuskel
(gr. stylos = Griffel)
Außenmuskel der Zunge. Er kommt vom Proc. styloideus und steigt in den Zungenkörper ab, wo er am Außenrand der Zunge nach vorn zur Zungenspitze verläuft.
M. stylohyoideus (Sty), deutsch: Griffelzungenbeinmuskel
(gr. stylos = Griffel)
Der sehr schlanke Muskel entspringt vom Griffelfortsatz des Schläfenbeins. Er verläuft schräg nach unten medial und inseriert am großen Horn und am Körper des Zungenbeins. Nah am Zungenbein spaltet sich der Muskel und umgreift so die Zwischensehne des M. digastricus.
Innervation: R. stylohyoideus aus N. facialis (VII).
Blutzufuhr: A. occipitalis und A. auricularis posterior aus der A. carotis externa.
M. stylopharyngeus (Sty), deutsch: Griffelfortsatz-Rachen-Muskel
Schlundheber.
Er entspringt als schmaler Längsmuskel von der hinteren Kante des Griffelfortsatzes (Proc. styloideus), verläuft seitlich der Pharynxwand abwärts, dringt dann zwischen Epi- und Mesopharynx an die Innenseite des Pharynx und endet zum Teil an der Submukosa der Pharynxwand, zum anderen Teil am Oberrand und am Hinterrand der Schildknorpelplatte sowie am Seitenrand des Kehldeckels.
M. temporalis (Tem), deutsch: Schläfenmuskel
(lat. temporalis = zur Schläfe gehörend).
Der fächerförmige, relativ flache Muskel entspringt an der Schläfe breitflächig von der bogenförmig verlaufenden Linea temporalis inferior des Stirn- und Scheitelbeins sowie von der darunter liegenden Fläche des Planum temporale. Die Muskelfasern des M. temporalis konvergieren zum Unterkiefer hin und setzen mit einer derben Sehne am Proc. coronoideus an. Die ausgesprochene Fächerform des Muskels bringt es mit sich, daß die vorderen Fasern mehr senkrecht, die hinteren mehr waagerecht verlaufen.
Innervation: Nn. temporales profundi aus dem N. mandibularis (V3).
Blutzufuhr: Aa. temporales profundae aus der A. maxillaris. Meist entsendet auch die A. temporalis superficialis einen Ast zum Muskel.
M. temporalis, tendo (Tem), deutsch: Sehne des Schläfenmuskels
siehe M. temporalis
M. tensor tympani (Ten), deutsch: Trommelfellspanner
Mittelohrmuskel. Er entspringt am Knorpel der Ohrtrompete (Tuba auditiva) über der Tubeneinmündung (Ostium tympanicum tubae auditivae) und setzt am Griff des Hammers (Malleus) an.
Innervation: N. tensoris tympani, Ast des Nervus mandibularis (V3).
Syn.: Trommelfellspannmuskel
M. tensor veli palatini (TeV), deutsch: Gaumenspanner
(lat. tensio = Spannung).
Muskel des Gaumensegels. Er entspringt an der Schädelbasis vom großen Keilbeinflügel und von der membranösen Außenwand der Tuba auditiva, verläuft zunächst abwärts, biegt dann mit seiner Sehne fast rechtwinklig um den Hamulus pterygoideus und strahlt annähernd horizontal in die Gaumenaponeurose ein. Als Abkömmling des 1. Kiemenbogens wird er von einem Zweig des 3. Trigeminusastes, N. tensor veli palatini, versorgt.
M. thyroarytenoideus
Kehlkopfmuskel. Ein dünner flächenhafter Muskel, der seitlich von der Innenfläche der Schildknorpelplatte zum Seitenrand und zum Proc. muscularis des Aryknorpels verläuft. Ein Teil der Fasern geht hinten in den Verlauf des M. arytenoideus transversus über. Als eine Abspaltung des Muskels können Faserzüge zum Epiglottisrand aufsteigen und dann als M. thyroepiglotticus bezeichnet werden.
M. thyrohyoideus (ThH), deutsch: Schildzungenbeinmuskel
der kürzeste der infrahyalen Muskeln. Er setzt die Verlaufsrichtung des M. sternothyroideus nach kranial fort. Er entspringt an der Linea obliqua des Schildknorpels, zieht über die Membrana thyrohyoidea hinweg und inseriert am lateralen Teil des Zungenbeinkörpers.
Innervation: Wie alle infrahyalen Muskeln durch die Ansa cervicalis des Halsgeflechts.
M. trapezius (TzM), deutsch: Trapezmuskel
Der breite Nackenmuskel bedeckt den Nacken und einen Teil des Rückens. Wegen des unterschiedlichen Faserverlaufs lassen sich an ihm ein absteigender Teil (Pars descendens oder Pars clavicularis), ein horizontaler Teil (Pars transversa oder Pars acromialis) und ein aufsteigender Teil (Pars ascendens oder Pars spinalis) unterscheiden.
Ursprung: Von der Protuberantia occipitalis externa und der Linea nuchalis superior vermittels des Nackenbands von den Dornfortsätzen der Halswirbel, sowie von den Dornfortsätzen der Brustwirbel.
Ansatz: Pars clavicularis am lateralen Drittel der Clavicula. Pars acromialis am Acromion des Schulterblatts. Pars spinalis an der Spina scapulae.
Innervation: XI. Gehirnnerv, N. accessorius.
Syn.: Kappenmuskel
M. uvulae, deutsch: schmale Zäpfchenmuskel
Muskel des Gaumensegels. Er entspringt beiderseits der Spina nasalis posterior vom Hinterrand des harten Gaumens und von der Gaumenaponeurose und strahlt in das Zäpfchen aus. Der M. uvulae wird durch den N. glossopharyngeus und vermutlich auch durch den N. vagus innerviert.
M. vocalis, deutsch: Stimmbandmuskel
Kehlkopfmuskel. Der eigentliche Stimmbandmuskel liegt medial des vorigen direkt unter dem Lig. vocale . Auf seiner Innenseite liegen der Conus elasticus und die Larynxschleimhaut. Der sagittal verlaufende Muskel ist an der Innenfläche des Schildknorpels neben der Mittellinie und am Proc. vocalis des Aryknorpels befestigt.
Syn.: Internus
M. zygomaticus major (MjZ), deutsch: großer Jochbeinmuskel
mimischer Muskel mit Ursprung am Außenrand des Os zygomaticum. Er hebt den Mundwinkel seitlich nach oben.
M. zygomaticus minor (MiZ), deutsch: kleiner Jochbeinmuskel
mimischer Muskel mit Ursprung an der Außenfläche des Jochbeins. Er hebt die Oberlippe.
Margo denticulatus (MDe), deutsch: gezähnter Rand
oberfläch liegender Teil des Gyrus dentatus
Maxilla (Mx), deutsch: Oberkiefer
Der Oberkiefer ist ein paariger Knochen des Gesichtsschädels. Er beteiligt sich an der Bildung der Augen-, Nasen- und Mundhöhle, trägt die oberen Zähne und beinhaltet die größte Nasennebenhöhle. Er besteht aus einem Körper (Corpus maxillae) mit 4 Flächen (facies) und 4 Fortsätzen (processus. Prc.).
Flächen: Facies orbitalis, Facies nasalis, Facies anterior, Facies infratemporalis. Fortsätze: Prc. alveolaris, Prc. frontalis, Prc. zygomaticus, Prc. palatinus.
Meatus acusticus externus (EAu), deutsch: äußerer Gehörgang
er wird in den äußeren knorpeligen (äußeres Drittel) und inneren knöchernen (innere zwei Drittel) Anteil unterteilt, ist s-förmig gebogen und etwa 3,5 cm lang. Er beginnt mit dem Porus acusticus internus und grenzt gegen das Mittelohr an das Trommelfell.
Meatus acusticus internus (IAu), deutsch: innerer Gehörgang
Der innere Gehörgang verläuft im Felsenbein und ist ein Teil des Innenohres. Er dient der Passage des N. facialis, N. vestibularis, N. cochlearis und der A. ad labyrinthi.
Medulla oblongata (Md), deutsch: verlängertes Mark
Das verlängerte Mark reicht kaudal vom ersten Zervikalsegment des Rückenmarks (Höhe der Pyramidenkreuzung) bis rostral zum Hinterrand der Brücke (kranialer Rand der Hinterstrangkerne). Die Furchen des Rückenmarks setzen sich in die Medulla oblongata fort. So findet sich auf der Dorsalseite der Sulcus medialis posterior, beidseits von den als Auftreibungen erkennbaren Hinterstrangkernen flankiert. Auf der Ventralseite liegt die tief einschneidende Fissura mediana anterior. In ihrer Tiefe läßt sich am kaudalen Ende der Pyramiden die Pyramidenkreuzung erkennen. Seitlich der Pyramiden befinden sich die bohnengroßen Höcker der Oliven (Oliva inferior). Die Medulla oblongata enthält die Motoneurone, die für das Schlucken, Sprechen, die Zungenbewegungen und zahlreiche Eingeweidefunktionen bestimmend sind.
Medulla spinalis (Spi), deutsch: Rückenmark
Das Rückenmark ist ein strangförmiges Organ, das im Wirbelkanal liegt. Es wird von der Pia mater umgeben und von Liquor umspült. Es erstreckt sich vom Foramen occipitale magnum bis zur Höhe des 1. oder 2. Lendenwirbels und ist in den Meningealsack eingehüllt. Beim Erwachsenen besitzt es eine Länge von ca. 40-45 cm und hat ein Gewicht von ca. 35g. Sein oberes Ende geht in das verlängerte Mark (Medulla oblongata) über, sein unteres Ende läuft spitz aus (Conus medullaris) und liegt auf der Ebene der Wirbelkörper L1/L2. Die Spinalnerven L2-S5 und Co (Steißbeinnerv) ziehen als Cauda equina (Pferdeschwanz) bis zum Austritt zwischen den entsprechenden Wirbelkörpern. Das Rückenmark besitzt zwei Anschwellungen, die Hals- und Lendenanschwellung (Intumescentia cervicalis et lumbalis), sie werden durch den Zuwachs der grauen Substanz und durch die Faserverbindungen mit den oberen und unteren Extremitäten bedingt, da hier gegenüber den anderen Abschnitten vermehrt Nervenfasern und -Zellen untergebracht werden müssen.
Membrana atlanto-axialis (AtA), deutsch: Atlantoaxial-Membran
Teil des Bandapparates (Gelenkkapsel) des unteren Kopfgelenks
Membrana atlanto-occipitalis (AtO), deutsch: Atlantooccipital-Membran
Teil des Bandapparates (Gelenkkapsel) des oberen Kopfgelenks. Der hintere Abschnitt zwischen Hinterhauptsknochen und dorsalem Atlasbogen wird bei der Subokzipitalpunktion durchstoßen.
Membrana thyrohyoidea (ThH), deutsch: Membrana thyrohyoidea
ligamentöse Verbindung zwischen Schildknorpel und Zungenbein. Diese ist vorn zum Lig. thyrohyoideum medianum und seitlich zum Lig. thyrohyoideum laterale verstärkt. Die Membran ist beiderseits für den Durchtritt des N. und der A. laryngea superior durchlöchert.
Membrana tympani, deutsch: Trommelfell
Das Trommelfell ist in die Pars tympanica des Schläfenbeins eingelassen. Es steht schräg zur Achse des äußeren Gehörganges. Bei der Ansicht des Trommelfells durch den Ohrtrichter erscheint es glatt, spiegelnd und glänzend sowie im Zentrum nach innen eingezogen. Die Außenseite wird von der Haut des äußeren Gehörgangs (ohne Haare und Drüsen) überzogen, während die Innenseite vom Respirationsepithel des Mittelohrs bedeckt ist. An der Gefäßversorgung beteiligen sich auf der meatalen Seite die A. auricularis profunda, A. temporalis sf. und die A. retroauricularis, auf der tympanalen Seite die Äste der A. tympanica.
Mesencephalon, deutsch: Mittelhirn
Das Mittelhirn reicht vom Oberrand der Brücke bis zum Zwischenhirn (Dienzephalon). Diese Grenze entspricht der Verbindung zwischen Corpus mammillare und Commissura posterior. Das Mittelhirn gliedert sich in drei Hauptbestandteile: das Dach (Vierhügelplatte, Tectum), die Haube (Tegmentum) und die Basis (Hirnschenkel).
Mm. constrictor pharyngis superior et medius (S/M), deutsch: oberer und mittlerer Schlundschnürer
siehe M. constrictor pharyngis
Mm. intertransversarii (InT), deutsch: Zwischenquerfortsatzmuskeln
siehe M. intertransversarius
Mm. linguales, deutsch: Binnenmuskeln
Die Binnenmuskeln der Zunge haben ihren Ursprung und ihren Ansatz innerhalb der Zunge. Als Haftungsflächen benutzen sie die Aponeurose und das Septum linguae. Sie sind dreidimensional senkrecht aufeinander angeordnet und verlaufen von hinten nach vorn, von rechts nach links und von oben nach unten. Man unterscheidet:
M. longitudinalis superior. Der oberflächliche Längsmuskel verläuft an der oberen Zungenhälfte sagittal von hinten nach vorn bis zur Zungenspitze.
M. longitudinalis inferior. Der tiefe Längsmuskel verläuft in der unteren Zungenhälfte sagittal von hinten nach vorn bis zur Zungenspitze.
M. transversus linguae. Der waagerechte Muskel verläuft vom Septum linguae zum Zungenrand.
M. verticalis linguae. Der senkrechte Muskel beginnt oben an der Aponeurosis linguae und durchsetzt die anderen Muskeln nach unten bis zur Zungenunterfläche.
Syn.: Eigenmuskeln der Zunge
Mm. longus capitis et colli (LgC), deutsch: langer Kopf- und Halsmuskel
siehe M. longus
Mm. praevertebrales, deutsch: Prävertebrale Halsmuskeln
Es sind senkrecht angeordnete flache Muskeln, die direkt auf der Halswirbelsäule liegen und von den Ästen des Plexus cervicalis innerviert werden. Es sind dies der M. longus colli, M. longus capitis und M. rectus capitis anterior. Sie verlaufen zwischen Wirbelkörpern und Querfortsätzen, die kranialen Fasern erreichen das Hinterhauptbein. Ihre Aufgabe besteht im wesentlichen in der Flexion und Seitenneigung des Halses.
Mm. scaleni (Sca), deutsch: Treppenmuskeln
(lat. scalenus = schief).
Scalenusgruppe (M. scalenus ant., med., post.).
Sie verlaufen tief neben der Halswirbelsäule von den Querfortsätzen zu den oberen Rippen.
Syn.: Rippenhalter
Mm. zygomatici (Zyg), deutsch: Jochbeinmuskelm
siehe M. zygomaticus